Siemens Dialog
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25.05.2020, 01:05 Uhr

Demonstration am Wittelsbacherplatz

  • 22.02.2012
  • Allgemein

Schon oft war der Wittelsbacherplatz vor der Siemens-Zentrale Schauplatz von Kundgebungen, und meist waren es ehemalige SiemensianerInnen, die hier gegen die Bedrohung ihrer Arbeitsplätze nach der Trennung von Siemens kämpften. Am 28. Februar ist es wieder einmal soweit: Die Beschäftigten von Nokia Siemens Networks fordern von Siemens, Verantwortung für seine frühere COM-Sparte zu übernehmen.

Die IG Metall-Mitglieder von Nokia Siemens Networks am Großstandort München, der nach den Kahlschlagplänen komplett geschlossen werden soll, haben sich in der vergangenen Woche zu diesem Schritt entschlossen. Damit soll die lange Reihe von Aktionen in allen deutschen NSN-Standorten seit Bekanntgabe der Pläne Ende Januar einen weiteren Höhepunkt finden.

Kritik an Siemens

Die Beschäftigten wollen damit die Siemens AG auffordern, Verantwortung für NSN zu übernehmen und die 3.600 Arbeitsplätze in München zu sichern - eine logische Konsequenz aus der wachsenden Kritik: Der Netzwerkbereich NSN wurde im Jahr 2006 mit Siemens' Kommunikationssparte ausgegliedert, gemeinsam zwei anderen Bereichen, von denen der eine als BenQ ebenfalls mehrfach auf dem Wittelsbacherplatz gegen seinen anschließenden Niedergang kämpfte. NSN blickt seit seiner Gründung als Joint Venture mit Nokia auf eine Reihe von Restrukturierungen zurück, die insgesamt bereits rund 5.000 Arbeitsplätze in Deutschland kostete - und dabei den erhofften und angekündigten Erfolg nicht einmal annähernd erreichte.

"Da muss viel mehr kommen"

Belegschaft, Arbeitnehmervertreter und IG Metall fordern von Siemens, seinen Einfluss geltend zu machen und aktiv in die aktuelle Krise einzugreifen. Bislang hält sich der Miteigner noch bedeckt: "Da muss viel mehr kommen. Wir haben bis jetzt noch keine Signale gehört", kritisiert Michael Leppek, Unternehmensbetreuer der IG Metall für NSN.

Die Demonstration findet am Dienstag, den 28.02.2012, um 12 Uhr auf dem Wittelsbacherplatz in München statt. Solidarische Teilnahme von anderen ehemaligen und heutigen Siemens-Beschäftigten ist willkommen - damit es NSN nicht so geht wie BenQ und vielen anderen verstoßenen Kindern der "Siemens-Familie".

Ein Flugblatt mit dem Aufruf zur Demonstration kann man als PDF über obenstehenden Link (NSN-03-12.pdf) herunterladen.

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