Siemens Dialog
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18.05.2021, 06:05 Uhr

Ganswindt bald vor Gericht?

  • 30.10.2009
  • Allgemein

Bis September 2006 gehörte Thomas Ganswindt Siemens' Zentralvorstand an, wo er kräftig half, seinen Zuständigkeitsbereich COM radikal zu verkleinern und den Carve Out vorzubereiten. Eine Weile schien es, als könnte er dafür Heinrich von Pierer nachfolgen, bis Klaus Kleinfeld ihn ausstach. Im Zuge der Korruptionsaffäre packte er aus - nun rückt offenbar die Anklage gegen ihn näher.

Thomas Ganswindt

Informationen der "undefinedSüddeutsche Zeitung" zufolge plant die Staatsanwaltschaft München mit einer Anklage gegen Ganswindt (Foto) erstmals, ein ehemaliges Mitglied des Zentralvorstands vor Gericht zu bringen. Nur wenige Monate nach seinem Ausscheiden bei Siemens war er als erster prominenter Ex-Manager in Zuge der Ermittlungen in Untersuchungshaft genommen und nach offenbar umfangreichen Geständnissen wieder entlassen worden.

Die Staatsanwaltschaft selbst gibt offiziell keine Stellungnahme zu einer möglichen Anklageerhebung ab, da die Ermittlungen noch laufen; auch der Anwalt Ganswindts äußert sich nicht.

Anklage auch gegen weitere Vorstände?

Die "SZ" allerdings will erfahren haben, Ganswindt sei "wahrscheinlich nicht das einzige ehemalige Vorstandsmitglied, das angeklagt wird". Als Quelle nennt die Zeitung "Insider, die mit dem Fall befasst sind". Nach deren Einschätzung sei namentlich auch gegen Uriel Sharef eine Anklageerhebung wahrscheinlich. Hintergrund soll dessen Verwicklung in den bereits bekannten Korruptionsfall sein, bei dem Siemens vor gut zehn Jahren argentinische Regierungsmitglieder für einen Großauftrag bestochen haben soll.

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