Siemens Dialog
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23.05.2022, 17:05 Uhr

Kahlschlagpläne bei Osram

  • 30.07.2014
  • Konzern

Am 29. Juli kam die Hiobsbotschaft: Die unter dem verharmlosendem Namen "Osram Push" daherkommenden Einschnitte, von Osram wie in solchen Fällen üblich als "Prozessverbesserungen" und "Strukturanpassungen" bezeichnet, sollen ein weiteres Mal massiv Arbeitsplätze vor allem in der Fertigung, aber auch in übergeordneten Bereichen kosten.

"Über einen Zeitraum von drei Jahren sollen im Inland etwa 1.700 Stellen sowie rund 6.100 Stellen international abgebaut werden", lautet die entsprechende Kernaussage der Pressemitteilung.

"Zusätzliche Kapazitätsanpassungen erforderlich"

"In Deutschland sollen den Planungen zufolge insbesondere der Standort München sowie Fertigungsstandorte der Allgemeinbeleuchtung in Augsburg, Berlin und Eichstätt betroffen sein", heißt es in der weiter; bis Ende 2017 sollen damit rund 260 Millionen Euro eingespart werden. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Dehen begründet die Pläne vor allem mit der technologischen Entwicklung: Die zunehmende Verbreitung von LED sorge "für einen deutlich schnelleren Rückgang des traditionellen Geschäfts" auch nach 2014 und mache "zusätzliche Kapazitätsanpassungen erforderlich".

IG Metall Bayern reagiert mit Kritik

Die IG Metall Bayern kritisierte die Ankündigung in einer ersten Reaktion mit klaren Worten: "Ein Kahlschlag in diesem Umfang ist auch vor dem Hintergrund der technologischen Entwicklung der Leuchtmittelbranche nicht schlüssig nachzuvollziehen. Offenbar soll wieder einmal die Belegschaft ausbaden, dass das Management zu spät und zu zögerlich auf den Wandel des Marktes reagiert hat", erklärte Bezirksleiter Jürgen Wechsler in München.

In einer Pressemitteilung fordert die IG Metall Bayern Osram auf, die Beschäftigten umfassend mit detaillierten Fakten und stichhaltigen Begründungen für die geplanten Maßnahmen zu informieren. Sollten sich geplante Maßnahmen nach eingehender Prüfung auf dieser Basis als unumgänglich erweisen, fordert sie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und Erhalt alle Standorte: "Es ist schon schlimm genug, wenn auf diese Weise Stellen in einem Traditionsunternehmen verloren gehen - die IG Metall Bayern wird alles daran setzen, dass für die dahinter stehenden Menschen das Schlimmste verhindert wird."

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