Siemens Dialog
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13.12.2025, 02:12 Uhr

Betriebsräteversammlung bei Siemens Mobility:

Klare Botschaften an das Management

  • 01.12.2025
  • Operativ, Konzern

Die Betriebsräteversammlung von Siemens Mobility markierte in diesem Jahr am 24. und 25. November in Berlin einen wichtigen Wendepunkt: Erstmals führte die neue Gesamtbetriebsratsspitze aus Klaus Weber und Torsten Kaminski durch die zweitägige Veranstaltung unter dem Motto „One 4 all“.

'All Hands On Deck' für starke Mitbestimmung bei Siemens Mobility.

Bericht der IG Metall: "Mobility gehört zum Kern des Konzerns, das bleibt so, und daran ist nicht zu rütteln."

Solidarischer "Orange Day" - Gewalt gegen Frauen geht gar nicht!

 Schon am ersten Tag wurde deutlich, dass die Herausforderungen bei der IT nicht nur punktuell, sondern struktureller Natur sind; dazu kommen die ambivalenten Erfahrungen mit der Siemens Real Estate an vielen Standorten.

In vier Foren konnten sich die Teilnehmenden aktiv einbringen, darunter ein IG Metall-Forum zusammen mit dem Verein zur Bewahrung der Demokratie zur Sensibilisierung zu den Gefahren eines Rechtsrucks in den Betrieben sowie bei den anstehenden Betriebsratswahlen und darüber hinaus. Keine Gewalt gegen Frauen: Unter diesem Motto setzten allen mit einem solidarischen Gruppenfoto ein Zeichen zum „Orange Day“.

Am zweiten Tag stellte sich die neue Spitze des Siemens-Gesamtbetriebsrats Tobias Bäumler und Steffi Lengfelder vor und betonte die Notwendigkeit enger Zusammenarbeit und gemeinsamer Werte – mit klarer Erwartung an das Personalmanagement, hier mehr zu ermöglichen. Einen weiteren Akzent setzten Grußworte aus Österreich, insbesondere zu den Erfolgen der Ausbildungsorganisation in Graz.

„Beim Thema “Go-India” dürfen wir die Fehler, die wir in China gemacht haben, nicht wiederholen“, so die mahnenden Worte vom GBR-Vorsitzenden Klaus Weber an das Management. Kritisch diskutiert wurden mit Arbeitsdirektor und CEO Michael Peter auch die bisher fehlende Transformationsvereinbarung sowie die Weigerung, die “BoosterCoins” für Lernende, die es bei der Siemens AG gibt, auch für Mobility zu übernehmen. Auch das sogenannte Hub-Konzept in der Ausbildung wurde seitens der GJAV und der Betriebsräte*Innen als nicht mehr zeitgemäß bewertet.

Hagen Reimer vom Siemens Team der IG Metall wies in deren Bericht unter anderem kritisch auf die inkonsistente Governance hin und betonte: “Nachteile durchreichen, Vorteile herausfiltern - so kann man die Beschäftigten nicht vom Konzept einer konzernweiten ONE Tech Company überzeugen." Eine klare Position betonte er auch zu Spekulationen im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der Siemens Healthineers AG: "Der Vergleich unterstreicht in erster Linie die damit verbundene Unkenntnis. Siemens Mobility gehört zum Kern des Konzerns, das bleibt so, und daran ist nicht zu rütteln.”