Siemens Dialog
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23.05.2022, 15:05 Uhr

SIS-Betriebsversammlung in Fürth

  • 25.05.2010
  • Konzern

"The same procedure as every year" fasste der Siemens Dialog den Bericht der außerordentlichen Betriebsversammlung bei Siemens IT Solutions and Services am 24. März zusammen, bei der das Management eine beunruhigende Ideenlosigkeit zur Zukunft der SIS demonstrierte. Die Versammlung wurde nur unterbrochen und am 21. Mai fortgesetzt - wieder mit dem kommissarischen SIS-Leiter Christian Öcking.

Stadthalle Fürth

Ungebrochenes Interesse

Das Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist verständlicherweise unverändert groß, und so war die Versammlung in der Fürther Stadthalle mit rund 500 TeilnehmerInnen sehr gut besucht. Zu Beginn berichtete Dieter Schmitz, Vertreter im Gesamtbetriebsrat der Siemens AG, aus der Sicht dieses Gremiums über die aktuelle Situation.

In der Form konstruktiv ...

Anschließend hatte Christian Öcking Gelegenheit, Stellung zu den im Zusammenhang mit der Versammlung Ende März eingegangenen 100 Fragen zu nehmen. Anerkennend wurde aufgenommen, dass er sich ein weiteres Mal der Versammlung stellte und sich die Zeit nahm, die Fragen weitgehend persönlich zu beantworten; nach übereinstimmenden Berichten verlief die Versammlung in einer konstruktiven Atmosphäre, bei der beide in fairer und offener Form diskutierten.

... aber inhaltlich weit von einander entfernt

Das allerdings war dann auch schon so ziemlich der einzig positive Punkt. Inhaltlich ließ Öcking keinerlei Zweifel daran, dass die Ausgliederung stattfinden wird und hielt auch uneingeschränkt am Abbau von 2.000 Arbeitsplätzen in Deutschland fest. Zahlreiche zusätzliche Wortmeldungen und harsche Kritik an der geplanten Ausgründung aus der Belegschaft zeigten, dass die Beschäftigten eine völlig andere Meinung vertreten - inhaltlich ist also keine Annäherung erkennbar.

Zum Schluss der etwa vierstündigen Versammlung nahm nochmals der Betriebsrat Stellung und betonte, es sei weitaus "wichtiger, erst einmal die eigenen Probleme zu lösen, anstatt den Carve Out voranzutreiben". Der
Betriebsrat wiederholte die standortübergreifende Forderung nach einem fähigen Management, das seine Aufgaben kennt und sie verantwortlich wahrnimmt. Nur so kann an die Stelle zunehmender Demotivation unter den Beschäftigten wieder die Motivation treten, ohne die SIS von vornherein zum Scheitern verurteilt wäre.

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