Siemens Dialog
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25.05.2020, 07:05 Uhr

Zeil besucht Siemens

  • 26.07.2010
  • Operativ

Während der Auseinandersetzung um den Abbau bei Siemens machten sie sich rar, nun geben sie sich die Klinke in die Hand: Mit dem bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil kam eine Woche nach Horst Seehofer das zweite Mitglied der Staatsregierung nach Bad Neustadt. Der Betriebsrat nutzte die Gelegenheit für mahnende Worte an die Politik.

"Zukunftsinvestitionen stärken die Region"

Vermutlich liegt es an den zwischenzeitlich gefallenen Entscheidungen für die Rhön als Projektregion im Rahmen der Initiative "undefinedAufbruch Bayern", dass die Politik sich mit einem Mal dort so wohl fühlt. Zeil jedenfalls brachte das Motto "Zukunftsinvestitionen stärken die Region Bad Neustadt" mit, als er kam um sich über den Ausbau des Innovations- und Technologiezentrum bei Siemens in Bad Neustadt zu informieren.

Demonstrative Zufriedenheit

Zeil äußerte denn auch Zufriedenheit, dass sich Siemens seiner Verantwortung für den Standort gestellt habe und mit den angekündigten Investitionen unter anderem 100 neue Arbeitsplätze schafft. Ein paar Lorbeeren nimmt er dabei gern für sich und seine Kollegen in Anspruch: "Auch wenn die vergangenen Monate schwierig waren und noch nicht alle Probleme beseitigt sind, bin ich froh, dass sich der Dialog zwischen Staatsregierung und Siemens gelohnt hat. [...] Die gute Zusammenarbeit der Staatsregierung mit allen Beteiligten vor Ort und in der Region hat sich bewährt."

Nach einer Betriebsbesichtigung konstatierte Zeil, das bisher Erreichte könne sich gut sehen lassen und erklärte grundsätzlich, Bayern nehme Situationen wie hier sehr ernst. Siemens habe sich in Gesprächen mit Peter Löscher zum Standort Bad Neustadt bekannt, und darauf vertraue man.

Mahnung vom Betriebsrat

Beim Betriebsratsvorsitzenden Bernhard Omert bedankte sich der Wirtschaftsminister für den Einsatz im Kampf um die Arbeitsplätze und erklärte, man könne mit den getroffenen Vereinbarungen "sehr optimistisch in die Zukunft schauen". An dieser Stelle hakte Omert nach und betonte die Notwendigkeit, nun weiter im Gespräch zu bleiben und das Konzept der Modellstadt für Elektromobilität in Bad Neustadt voranzutreiben. Er bezeichnete die bislang erreichten Erfolge als Zwischenschritt und mahnte: "Wir wollen, dass die Politik auf die weitere Entwicklung bei Siemens aufpasst." Weder er noch seine Kollegen seien rundum zufrieden, zumal ein Stück Unsicherheit bestehen bleibe.

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