Siemens Dialog
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15.04.2024, 17:04 Uhr

Berichte vom Aktionstag: Krefeld

  • 28.05.2014
  • Allgemein

Der Siemens Dialog veröffentlicht in den nächsten Tagen einzelne Berichte von den Aktionen, die an den jeweiligen Standorten am 23. Mai stattgefunden haben. Den Auftakt macht Krefeld, wo die zentrale Kundgebung vieler Siemens-Betriebe in Nordrhein-Westfalen stattfand.

Vor der Kundgebung in Krefeld um 11 Uhr liefen bereits viele dezentrale Aktionen, Informationen und Diskussionen an den einzelnen Standorten. Danach machten die Delegationen sich auf den Weg nach Krefeld.

Wir können "One  Siemens!"

Die große Kundgebung vor dem dortigen Siemens-Werk war ein Zeichen der Solidarität der großen und kleinen Werke, der Niederlassungen und der IT-Standorte. Aus ganz NRW waren Kolleginnen und Kollegen gekommen, selbst der weite Weg aus Münster oder Siegen hatte sie nicht davon abgehalten. Sie versammelten sich jeweils unter den Transparenten mit dem Logo "One Siemens - aber auch mit uns:", ergänzt um den jeweiligen Standortnamen.

Standorte halten zusammen

In den Reden wurde mehrfach unterstrichen, dass Niederlassungen und Standorte in NRW zusammenhalten. Pietro Bazzoli, Betriebsratsvorsitzender des großen Standortes Energy in Mülheim, sprach für die Werke; Mimon Uhamou, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender in Düsseldorf und künftiger Sprecher des Verbindungskreises NRW sprach für die Niederlassungen und IT-Standorte. Beide betonten, dass die Umgestaltung des Konzerns, die Margen-Politik und das Angebot an Alstom alle Standorte in Nord-Westfalen betreffen, nicht nur Krefeld. So sei man nicht nur aus Solidarität mit den Krefelder Kollegen bekommen, sondern auch um für die Sicherheit der eigenen Arbeitsplätze zu demonstrieren!

Von der Schlossallee auf die Badstraße?

Andreas Wendland, Betriebsratsvorsitzender Siemens Bocholt und zugleich ehrenamtliches Mitglied im IG Metall-Vorstand, erklärte: "Vor kurzem war die Produktion von Schienenfahrzeugen laut Aussage der Geschäftsleitung noch eine Kernkompetenz und jetzt wird sie als Tauschobjekt angeboten. Die Beschäftigten in Krefeld fühlen sich, als ob sie bei Monopoly von der Schlossallee auf die Badstraße zurückfallen." Konrad Jablonski, Bezirksleitung Nordrhein-Westfalen und Siemens-Team, fasste die Reaktion zusammen: "Wer die Axt an eines unserer Werke oder eine unserer Niederlassungen legt, der bekommt es mit ganz Siemens NRW zu tun!"

Viele Gäste aus Politik, Gewerkschaft und Gesellschaft waren ebenfalls gekommen. Unter anderem die Regionsvorsitzende des DGB sowie der Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, der auch ein kurzes Grußwort und eine Solidaritätsbotschaft an die Beschäftigten richtete: "Wir in Krefeld wollen, dass dieses traditionsreiche Werk, dass diese industriellen Arbeitsplätze erhalten bleiben!" Eine französische Federführung für die Division Mobility und somit auch für das Krefelder Werk bewertete er ausgesprochen kritisch.