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20.04.2024, 16:04 Uhr

Energiewende: "Chaos der Einzelvorschläge"

  • 14.01.2014
  • Allgemein

Der DGB kritisiert die inkonsequente und immer mehr verschleppte Umsetzung der Energiewende. Vorstandsmitglied Dietmar Hexel drängt die neue Bundesregierung zum Handeln und einer Energiepolitik aus einem Guss. Das Ziel: Vollständige Versorgungssicherheit und Erreichen der Klimaziele ohne ausufernde Belastung von Privathaushalten, Industrie und Gewerbe.

Hexel kritisierte vergangene Woche im Rahmen einer Tagung der Europäischen Rechtsakademie in Trier die bisherige Umsetzung der Energiewende in Deutschland und forderte den neuen Energie- und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel nachdrücklich auf, "eine Gesamtarchitektur vorzubereiten und das Chaos der Einzelvorschläge zu beenden. Sonst entsteht ein verwinkeltes Nischenhaus ohne solides Fundament, mit undichten Fenstern und Türen."

Verbraucherbelastung: "Ende der Fahnenstange"

Hexel kritisierte in Trier unter anderem, für private Verbraucher sei bei Ausgaben für Strom das Ende der Fahnenstange erreicht und verlangte eine neue, faire Kostenverteilung. Der DGB hat dazu konkrete Vorstellungen: "Herzstück der Energiewende sind Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Um die Lasten zu schultern, wird auch ein Energiewendefonds nötig, der die historischen Entwicklungskosten der Erneuerbaren finanziert."

Dass sich derartige Ausgaben auf Dauer rentieren werden, ergibt sich beim Vergleich mit der Kostenentwicklung fossiler Brennstoffe: Importiertes Erdöl sei in den letzten 20 Jahren um 500 Prozent teurer geworden, Gas um 320 Prozent, so Hexel. Sein Fazit: "Die Erneuerbaren werden zunehmend zur tragenden Säule der Stromversorgung. Nur so können wir Klimaschäden mildern und die drastisch gestiegenen Öl- und Gaspreise abfedern. Beim weiteren Ausbau von Erneuerbaren Energien brauchen wir dennoch für eine längere Übergangszeit effiziente Kohle- und Gaskraftwerke."


<link http: www.dgb.de presse _blank external-link-new-window>undefinedPressemitteilung des DGB