Siemens Dialog
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29.02.2024, 00:02 Uhr

Innomotics GmbH:

Neuer Name, gute Arbeitsbedingungen

  • 05.07.2023
  • Operativ, Konzern

- und zwar für alle Beschäftigten der ehemaligen Siemens-Sparte für große Antriebe, einschließlich derer, die aus den Niederlassungen stammen. Sie wurden dem bisherigen Dynamowerk in Berlin zugeordnet und wechseln im Zuge dieser Änderung von der Tarifvertraglichen Sondervereinbarung (TVSV) in denselben Flächentarifvertrag wie ihre Kolleg*Innen. Ein Selbstläufer war das nicht.

Kundgebung für die LDA im Mai 2022.

In Berlin stoßen zu den 400 Beschäftigten des Dynamowerks rund 380 Kolleginnen und Kollegen, die bisher bundesweit in den Siemens Niederlassungen arbeiteten, damit Vertrieb und Service weiter gewährleistet sind. Für diese neu hinzugekommenen Kolleginnen und Kollegen hatte der Arbeitgeber zwar schon im Zuge der Eckpunkte vor der Ausgliederung den Wechsel in den Flächentarifvertrag akzeptiert - offen war jedoch, wie genau und ab wann die TvSv in den besseren regionalen Tarifvertrag überführt werden sollte (siehe "Eckpunkte für die Großantriebe").

Die IG Metall-Mitglieder aus den Niederlassungen und der Betriebsrat gaben der IG Metall einen klaren Auftrag: „Schafft von vornherein die gleichen Arbeits- und Entgeltbedingungen - damit hatte schließlich Siemens auf Veranstaltungen und in Informationsschreiben an die Beschäftigten geworben.“

„Wir mussten hart verhandeln, doch am 29. Juni gelang der Durchbruch,“ fasst Regina Katerndahl, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall in Berlin, den Weg zusammen. „Seit dem 1. Juli gilt, was für die anderen Beschäftigten in Spandau schon lange Standard ist: Die 35-Stunden-Woche, die Eingruppierung nach ERA und keine Eigenbeteiligung der Beschäftigten mit 50 Stunden pro Jahr für Qualifizierungen mehr.“

Für einen Übergangszeitraum bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres darf der Arbeitgeber noch die bisherigen Tarifregelungen betrieblich anwenden, insofern er aus organisatorischen Gründen nicht sofort auf die neuen Tarifregelungen umstellen kann. Doch die Ansprüche der Beschäftigten gehen dadurch nicht verloren und müssen entsprechend ausgeglichen werden.

Die Mitglieder sind erleichtert, die Resonanz auf dieses Ergebnis ist einstimmig positiv, betont auch Predrag Savic, der Betriebsratsvorsitzende der Innomotics in Berlin: „Ohne die IG Metall wäre dieser sehr gute und schnelle Übergang nicht möglich gewesen. Mit unserer gut organisierten Belegschaft gehen wir jetzt gestärkt in die Zukunft.“