Siemens Dialog
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27.01.2020, 20:01 Uhr

Erfolg im Berliner Dynamowerk

Zeichen auf Zukunft

  • 12.12.2019
  • Operativ

Anfang 2019 vereinbarten IG Metall und Firmenseite einen Ergänzungstarif für das Dynamowerk in Berlin, um in schwieriger wirtschaftlicher Lage einen Beitrag zu leisten. Es hat sich gelohnt: Das Ziel im Geschäftsjahr 2019 wurde erreicht, im Januar erhalten die Beschäftigten die Tarifleistungen, die man schweren Herzens eingebracht hatte, auf einen Schlag zurück.

Weiter in Richtung Zukunft: das Berliner Dynamowerk.

Hagen Reimer (Siemens Team) und Predrag Savic (Betriebsratsvorsitzender).

„Der Interessenausgleich und der Rahmensozialplan, die wir mit Unterstützung der IG Metall mit der Geschäftsführung verhandelt haben, funktionieren sehr gut“, erklärt der Betriebsratsvorsitzende Predrag Savic. Viele junge Kollegen und Kolleginnen nutzen das finanzielle Polster und satteln ein Studium drauf. Ältere gehen in Altersteilzeit, andere qualifizieren sich in der Transfergesellschaft oder haben per Ringtausch einen neuen Job gefunden.

Alle Beschäftigten haben zugunsten des Erhalts des Dynamowerks verzichtet: Die, die sich etwas Neues außerhalb des Dynamowerks gesucht haben, auf ihren Job; die, die geblieben sind, auf ein ganzes Bündel tariflicher Zusatzleistungen, von Urlaubs- und Weihnachtsgeld über das T-Zug B bis zu Teilen der Leistungszulage.

Die betriebliche Tarifkommission hatte diesem Verzicht nach langen, schwierigen Verhandlungen zugestimmt, weil die Beschäftigten nach wie vor an das Dynamowerk glauben. Jetzt zahlt sich das Engagement aus. „Alle 2019 zur Sicherung des Standortes einbehaltenen Tarifleistungen werden den Kolleginnen und Kollegen im Januar zu hundert Prozent wieder ausbezahlt“, fasst Regina Katerndahl, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin und dort zuständig für Siemens, zusammen.

Die erfreuliche Nachricht wurde im Rahmen einer Betriebsversammlung am Nikolaustag in Anwesenheit der Geschäftsführung offiziell verkündet ud detailliert erklärt. Da Katerndahl als Betriebsbetreuerin verhindert war, bewertete Siemens Team-Leiter Hagen Reimer die Entwicklung aus Sicht der IG Metall: „Die Beschäftigten, der Betriebsrat und die IG Metall haben zusammen erreicht, dass das Dynamowerk einschließlich seiner Fertigung wieder eine Perspektive hat." 

Aktuell sind die Auftragsbücher gut gefüllt, viele Rahmenbedingungen entwicklen sich zunehmend positiv. Ergänzend wirkt ein Zukunftsplan, den Savic und sein Vorgänger Olaf Bolduan ausgeheckt haben, und den Siemens jetzt in Kooperation mit dem Berliner Senat und Fraunhofer umsetzt. Das Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science, ein Leuchtturmprojekt der zukünftigen Siemensstadt 2.0, zieht derzeit auf dem Gelände des Dynamowerks ein. „Das ist ein sehr gutes Gefühl, wenn hier neben und mit uns Zukunft entwickelt wird und ganz neue Produkte entstehen“, sagt Savic.


» ausführlicher Bericht der IG Metall Berlin

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