Siemens Dialog
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03.07.2020, 19:07 Uhr

Griff in die Tasche der Beschäftigten

Sparen an der falschen Stelle

  • 13.12.2019
  • Operativ

Für das Geschäftsjahr 2019 konnte Siemens kürzlich hervorragende Zahlen verkünden, ergänzt durch ambitionierte Ziele für 2020. Umso stärker ist das Unverständnis von Beschäftigten über Kostensenkungen an den falschen Stellen.

Für Unmut an den Standorten sorgten bereits die Streichung von Weihnachtsfeiern sowie das, was in der Belegschaft spöttisch als "Kekserlass" bezeichnet wird - die nachdrückliche Aufforderung, bei Kaffee und Keksen zu sparen.

Die neusten Ankündigungen bringen das Fass zum Überlaufen. Vielen Mitarbeiter*innen bei Digital Industries wird tief in die Tasche gegriffen: Siemens kündigt einseitig in großem Stil 40-Stundenverträge. Für die Betroffenen bedeutet das massive Einbußen auf der Gehaltsabrechnung - eine gerade zu Weihnachten doppelt unerfreuliche Nachricht.

Gerade in Kombination mit der Absicht, die Dividenden erneut um 10 Cent anzuheben, und der Nachricht über satte Vorstandsbezüge sorgt diese Maßnahme bei den Betroffenen in den Betrieben für erhebliches Unverständnis.

Aus Sicht der Betriebsräte und der IG Metall ist dies das Gegenteil angemessener Wertschätzung der Arbeit und des Einsatzes der Betroffenen und wirkt sich negativ auf das Geschäft von morgen aus. Hier sollte einmal mehr gelten: Mensch vor der Marge!

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