Siemens Dialog
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27.05.2024, 19:05 Uhr

"Wir lassen uns nicht geräuschlos entsorgen"

  • 15.09.2014
  • Operativ

Die Beschäftigten von VAI Metals fordern angesichts des bevorstehenden Joint Ventures mit Mitsubishi HI faire Bedingungen. Am Standort Willstätt-Legelshurst sollen 100 Stellen gestrichen werden - am 11. September machten Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall ein weiteres Mal deutlich, dass sie das nicht widerstandslos hinnehmen werden.

Klare Ansage ...

... der VAI-Beschäftigten.

Nachdem es bereits vergangenes Jahr einen umfangreichen Abbau bei VAI Metals in Willstätt-Legelshurst gegeben hatte, sollen im Vorfeld des Joint Ventures mit Mitsubishi Heavy Industries nochmals rund 100 der noch etwa 260 Beschäftigten gehen. Zirka 70 davon sind allein in der Willstätter Fertigung betroffen, die komplett schließen soll.

Gelunge Aktion

"Wir lassen uns nicht geräuschlos entsorgen – faire Bedingungen für alle!" - unter diesem Motto stand die Veranstaltung am Donnerstag, mit der Betriebsrat und IG Metall den Beschäftigten Gelegenheit gaben, Fragen zu stellen und sich über den aktuellen Stand zu informieren. Gleichzeitig sollte der Protest gegen die Abbaupläne erneut deutlich sichtbar gemacht werden, was durch starke Medienpräsenz erleichtert wurde. Unter anderem war der Südwestrundfunk vor Ort und nahm einen <link http: swrmediathek.de _blank external-link-new-window swr>Bericht für die landesweit ausgestrahlten Nachrichten "Landesschau" auf. Der Betriebsratsvorsitzende Matthias Restel fasst zusammen: "Alles in Allem eine gelungene Aktion!"

Solidarität vom Siemens Team

Zusätzliche Unterstützung kam aus der jährlichen Klausur des Siemens Teams. Die Spitzen von Gesamt-, Konzern- und Europabetriebsrat sowie zahlreichen VertreterInnen der IG Metall übermittelten den VAI-Beschäftigten solidarische Grüße. Die Konzernbetriebsratsvorsitzende Bettina Haller betonte die Position der Arbeitnehmerseite: "Auch wenn es keine Mitbestimmung in wirtschaftlichen Angelegenheiten gibt, mischen wir uns in die Diskussion an, hinterfragen die Entscheidungen und setzen uns mit aller Kraft für faire Lösungen für die Betroffenen ein – dazu sind wir auf die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen angewiesen!"