Siemens Dialog
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15.04.2024, 18:04 Uhr

Europäische Interessenvertretung: Selbstverständnis und Zusammenarbeit im SEC

  • 20.11.2014
  • Allgemein

Umfassende Information, Beratung und Austausch sind entscheidende Voraussetzungen für das gemeinsame Verständnis und für länderübergreifende Zusammenarbeit im SEC. Nur gut informierte SEC-Mitglieder können gemeinsame Praxis gestalten. Dazu braucht es eine verbindende Plattform mit strukturierten Methoden und Arbeitsweisen.

SEC – Konferenz am 05 .-07. November 2014 in Valencia.

Plenumsdiskussion.

Plenumsdiskussion.

Harald Kern, SEC-Vorsitzender.

Diskussion in Arbeitsgruppen (hier: SEC-Region CEE).

Bettina Haller, Ev Zirkler, Dirk Linder, Harald Kern (alle DE).

Eine zentrale Frage für alle: Wie kann der Informationsfluss nach innen und außen wirksam verbessert, die Kommunikation mit den Akteuren vor Ort gestärkt und die größere Beteiligung und Mitwirkung der Beschäftigten erreicht werden?

Hier einige Anregungen für Verbesserungen:

• Kontinuierliche Maßnahmen zur Intensivierung von Information und Kommunikation

(u.a. SEC-Newsletter, SEC-Info-Bord auf www.igmetall.de/sec mit mehrsprachigen Informationen für Mitglieder und Beschäftigte, Engagement und Eigenaktivitäten der SEC-Mitglieder bei der Bereitstellung und Verbreitung von Informationen aus den SEC-Länder)

• Systematische Organisation von Beteiligung und Mitwirkung

(u.a. Beschäftigte vor Ort ansprechen, informieren, beteiligen; Matrix für SEC-interne Verfahrensabläufe zur Unterrichtung und Beteiligung der SEC-Mitglieder – insb. bei grenzübergreifenden Angelegenheiten; SEC-Office als Regiestelle für den Informationstransfer; länderübergreifende Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette organisieren)

• Weiterentwicklung des Gemeinschaftsverständnis im SEC

(insbesondere: Selbstverständnis als europäisches Gremium und Aufgaben-Verantwortung in nationalen Handlungsfeldern)

• Stärkung der SEC-Position in den Ländergesellschaften

(u.a. SEC bekannt und sichtbar machen; europäische Verknüpfungen und Perspektiven in die nationalen Gremien einbringen; Vernetzung und Zusammenarbeit vor Ort erreichen; Informationswege und Kommunikationsstrukturen mit dem regionalen/nationalen Management aufbauen; Unterstützung aus dem SEC einholen)

Stimmen und Meinungen aus der Diskussion:

Harald Kern (Deutschland) weist darauf hin, dass das aktuelle Projekt des SEC vor allem der Erarbeitung des Selbstverständnisses der Mitglieder des Gremiums und der Erarbeitung von konkreten Handlungsmöglichkeiten dient. Die Konsultation des SEC ist häufig unbefriedigend; die gesetzliche Grundlage ist hier nur bedingt hilfreich; entscheidend ist die Erlangung politischer Handlungsfähigkeit.

Ferrán Navarro Soriano (Spanien) sieht ähnliche Problemlagen in allen im SEC vertretenen Ländern und eine gute Zusammenarbeit im SEC. Die Handlungsmöglichkeiten müssen nach seiner Auffassung noch genauer definiert werden. Dabei müssen auch bestehende Ängste überwunden werden. Eine Chance besteht in der Sensibilität des Siemens-Managements gegenüber öffentlichkeitswirksamen Aktionen.

Gabor Kun (Ungarn) sieht die Arbeit des SEC seit der SEC-Sitzung im Mai in Budapest im Aufwind und ist optimistisch für die weitere Verbesserung.

Eleni Goufa (Griechenland) befürchtet, dass die Ergebnisse der Konferenz wenig an den Verhältnissen vor Ort verbessern werden.

René Jensen (Dänemark) lobt die Qualität der Vorbereitung der Konferenz und deren Ablauf. Die konkrete Arbeit muss jetzt vor Ort geleistet werden.

Johann Kreimer (Österreich) betont die neu gewonnenen Erkenntnisse aus der Gruppenarbeit im Lauf der Konferenz. Allerdings fehlen nach seiner Einschätzung sowohl ein Gesamtkonzept als auch die konkret nutzbaren Umsetzungsschritte.

Harald Kern (Deutschland) beschreibt eine deutliche Verbesserung in der Arbeit des SEC und eine Erhöhung des Niveaus bei SEC-Veranstaltungen. Bei dem Abschlussworkshop des SEC-Projekts im März sollen endgültige Vereinbarungen zu den Projektthemen getroffen werden. Diese werden dann bei der SEC-Sitzung im Mai vorgestellt und im Plenum beraten.


Der vollständige Arbeitsgruppen-Bericht kann über obenstehenden Link als PDF heruntergeladen werden.