Siemens Dialog
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21.05.2024, 18:05 Uhr

Warnen für Windenergie

  • 25.03.2014
  • Allgemein

250 Siemens Beschäftigte sowie mehrere tausend Beschäftigte weiterer rund 50 Betriebe haben sich am 19. März mit einer betriebsübergreifenden gemeinsamen "Warnminute" für die Windenergie stark gemacht. Die IG Metall Küste und der Bundesverband WindEnergie (BWE) hatten zu der Aktion aufgerufen.

Bei Siemens in Hamburg kamen rund 250 Beschäftigte, Führungskräfte und Geschäftsführer um "fünf vor Zwölf" zu einer kurzen Kundgebung vor den Eingang am Hamburger Lindeplatz.

Warnsignal nach Berlin

Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, erklärte auf der Kundgebung: "Unser Warnsignal ist an die Bundesregierung in Berlin gerichtet. Sie darf den Ausbau der Windenergie an Land und auf See bei der anstehenden Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) nicht durch falsche Entscheidungen abwürgen." Sylvia Pilarsky-Grosch, Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie, unterstrich die Besonderheit der gemeinsamen Aktion: "Beschäftigte und Unternehmen im Norden haben ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt: Innerhalb weniger Tage ist es uns gelungen, Hersteller von Windkraftanlagen, Werften, Planungs- und Projektierungsbüros zu einer gemeinsamen Aktion zu bewegen."

Schlüsselaspekt Planungssicherheit

Sowohl Geiken als auch Christoph Burkhard, CFO Offshore von Siemens WindPower, unterstrichen die Bedeutung von Planungssicherheit für die Investoren ist: "Sehr entscheiden für weitere Arbeitsplätze in Deutschland und Europa sind auch die Ausbauziele, hier sind die Reduzierungen von 15 GW auf 6,5 GW  bis zum Jahr 2020 sowie von 25 GW auf 15 GW bis zum Jahr 2030, für die junge Industrie schädlich", führte Burkhard aus. Claus Timmann, Betriebsratsvorsitzender am Standort Hamburg, erklärte die bisherigen Aktivitäten des Betriebsrates am Standort: "Alle brauchen Planungssicherheit in der Branche, damit der laufende Personalaufbau nicht gefährdet wird und das gewonnen Know am Standort gehalten werden kann."

Landesregierungen in der Pflicht

BWE und IG Metall Küste sehen auch die Landesregierungen der norddeutschen Bundesländer in der Pflicht: "Der Norden muss in den nächsten, für die Branche entscheidenden Wochen mit einer Stimme sprechen und sich bei den parlamentarischen Beratungen über die EEG-Reform für die Windindustrie stark machen. Ohne Wind wird die Energiewende nicht gelingen: Eine Deckelung der Ausbauziele ist falsch. Wir brauchen außerdem Verlässlichkeit und Planbarkeit, damit Investitionen und Arbeitsplätze an der Küste nicht gefährdet werden", so Pilarsky-Grosch und Geiken.