Siemens Dialog
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09.08.2022, 01:08 Uhr

Zukunftsvertrag für Osram-Beschäftigte

  • 24.05.2012
  • Konzern

Bei der Osram AG standen die Beschäftigten bislang unter dem Schutz der Standort- und Beschäftigungssicherung, die IG Metall und Gesamtbtriebsrat mit Siemens geschlossen haben. Um diesen Schutz auch im Falle eines Börsengangs aufrechtzuerhalten, wurde nun eine entsprechende eigene Vereinbarung getroffen.

Als Zukunftsvertrag bezeichnen Vorstand und Gesamtbetriebsrat von Osram und die IG Metall die Verpflichtung Osrams, bis mindestens März 2015 keine Standorte zu schließen oder zu verlagern sowie betriebsbedingte Kündigungen möglichst auszuschließen. Außerdem beraten IG Metall und Osram gemeinsam über neue Produkte und Technologien.

Jürgen Kerner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und Aufsichtsrat der Siemens AG, unterzeichnete die Vereinbarung mit. Er bewertet sie positiv: "Wir haben nun eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung von Osram. Das neue Abkommen bietet den Beschäftigten Sicherheit und Schutz bei zukünftigen Veränderungen. Osram bleibt in der sozialen Verantwortung für die Beschäftigten."

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Willi Sattler hob hervor, die Standortgarantie der Zukunftsvereinbarung stelle weiterhin sicher, dass der fundamentale, technologische Wandel im gesamten Lichtmarkt hin zu LED, auch weiterhin mit der Osram-Stammbelegschaft bewältigt werden kann: "Die Vereinbarung ist unter wirtschaftlichen und sozialen Aspekten für die Beschäftigten und das Unternehmen vernünftig und zukunftsweisend."

Im "Zukunftsprozess Werke Deutschland" ist die IG Metall eingebunden, um gemeinsam mit dem Vorstand über Investitionen in neue Produkte und Technologienzu beraten. "Dies ist ein qualitativ neues Element der Mitwirkung durch die IG Metall zur langfristigen Absicherung der deutschen Standorte", stellte Kerner fest.

Zeitgleich wurde zwischen Gesamtbetriebsrat und Vorstand auch ein Rahmensozialplan vereinbart, der die Konditionen bei Altersteilzeit, Aufhebungsverträgen, Versetzungen und Übertritten in eine Beschäftigungsgesellschaft regelt. Sein Niveau lehnt sich an die bisherigen Vereinbarungen mit Siemens aus dem Jahre 2008 ("Radolfzell") an.

Osram hatte im Januar den Abbau von über 1.000 Stellen bis 2014 in Deutschland angekündigt. Dieser Abbau soll möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Standortbezogen müssen jetzt noch weitere Details zur Absicherung der Arbeitsplätze mit den örtlichen Betriebsräten vereinbart werden. "Die Zukunftsvereinbarung bietet auch dafür eine verlässliche Grundlage", erläuterte Sattler.

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