Siemens Dialog
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15.12.2019, 16:12 Uhr

Betriebsräteversammlung der Siemens AG

Blick zurück, Blick nach vorn

  • 29.11.2019
  • Allgemein, Konzern

Außer bei den Töchtern Mobility und Healthineers fand im November natürlich auch die große jährliche Betriebsräteversammlung der Konzern-Mutter statt. Im Mittelpunkt stand die Frage nach den Perspektiven für die Zukunft.

.. heute mehr denn je!

Ansprache von Birgit Steinborn.

Abschied von den Kolleg*innen der GP.

... eh klar!

Diese Versammlung im Berliner Estrel stand ganz im Zeichen der Zäsur im Siemens-Konzern, die der kurz bevorstehende Carve Out des Energiegeschäfts darstellt.

Schon quantitativ bedeutet dies einen tiefen Einschnitt auch in die Versammlung, wie die Anzahl der betroffenen Teilnehmer*innen verdeutlichte, die kommendes Jahr schon nicht mehr dabei sein werden. Drängend ist aber vor allem die Frage nach den Zukunftsperspektiven für zum einen die künftige Siemens Energy, zum anderen für die Siemens AG selbst.

Für das neue Unternehmen herrscht unverkennbar eine insgesamt durchaus optimistische Grundstimmung. Die in Eckpunktepapier und Übergangsvereinbarung geregelten Bedingungen, das weltweit einzigartige Portfolio und die solide Aufstellung lassen die Mehrheit an eine vernünftige Erfolgschance glauben - wenn das Management seinen Teil beisteuert.

Mit Blick auf die Siemens AG selbst artikulierte die Gesamtbetriebsratsvorsitzende und stellvertretende Aufsichtratsvorsitzende Birgit Steinborn vor allem zwei zentrale Faktoren: Die nachdrückliche Forderung von Betriebsräten und IG Metall, unter keinen Umständen eine weitere Aufteilung oder Abspaltung mehr vorzunehmen, sowie die Unsicherheit vieler Beschäftigter hinsichtlich Strategie und Zukunft der künftigen, noch nie so schmal aufgestellten Siemens AG.

Der beabsichtigte Abbau bei DI und SI steuere nicht gerade zur Glaubwürdigkeit des angekündigten Wachstumsprogramms bei, betonte auch der Unternehmensbeauftragte der IG Metall, Hagen Reimer. Er kritisierte unter anderem den Versuch, anstelle unternehmerischer Initiative kleinliche Einsparungen etwa bei Bewirtungskosten oder Weihnachtsfeiern zu setzen.

Die Unsicherheit in der Belegschaft durch überzeugende Konzepte und eine tragfähige Strategie auszuräumen forderte auch IG Metall-Hauptkassierer und Siemens-Aufsichtsrat Jürgen Kerner. Wie Steinborn richtete er sich mit diesen Forderungen wiederholt unmittelbar an die am 2. Versammlungstag anwesende Noch-Arbeitsdirektorin Janina Kugel und ihren Interimsnachfolger und stellvertretenden CEO Dr. Roland Busch.

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