Siemens Dialog
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22.02.2024, 02:02 Uhr

Verbesserung für Werkstudenten

  • 10.10.2008
  • Jugend

Bei Siemens Industry Mobility in Braunschweig hat der Betriebsrat kräftige Verbesserungen für Werkstudenten erreicht. Zum einen wurde die Vergütung generell angehoben, zum anderen werden IG Metall-Mitglieder nach Tarifvertrag behandelt und folglich noch besser bezahlt. Möglich war dieses Ergebnis nur mit Unterstützung gewerkschaftlich organisierter Betroffener.

In der aktuellen Ausgabe der "Schnittstelle", die das <link http: www.hochschulinformationsbuero.de _blank external-link-new-window>hibHochschulinformationsbüro der IG Metall für Studierende und AbsolventInnen der Ingenieurwissenschaften und der Informatik herausgibt, erklärt der Betriebsratsvorsitzende Armin Baumgarten (Bild), wie man das geschafft hat.

Entlohnung nach Gutdünken

Neben rund 3.000 normalen Beschäftigten arbeiten gewöhnlich etwa 70 Werkstudenten bei Industry Mobility in Braunschweig. Sie wurden bislang immer so entlohnt, wie Siemens das für angemessen hielt; in der Regel waren das 300 bis 500 Euro weniger als im Tarifvertrag für Werkstudenten festgelegt.

Bei der Umstellung der Tarifverträge im Zuge der ERA-Einführung wollte der Betriebsrat die Werkstudenten in die tarifliche Eingruppierung integrieren und stimmte daher zwar allen Einstellungen und Verlängerungen von Werkstudentenverträgen zu, widersprach jedoch den zu niedrigen Entgelten und verlangte die Einstufung in die nach Tarifvertrag richtige Entgeltgruppe.

Vergleich vor dem Arbeitsgericht

Die Betriebsleitung versucht, die Zustimmung des Betriebsrates gerichtlich zu ersetzen. Vor dem Arbeitsgericht kam es schließlich zu folgendem Vergleich : "Die Betriebsparteien sind sich darüber einig, dass diejenigen Werkstudenten, die Mitglieder der IG Metall sind, nach den Tarifverträgen für die niedersächsische Metallindustrie zu behandeln sind."

Der Vergleich bezieht sich ausrücklich auf die IG Metall-Mitglieder unter den Werkstudenten. Sie hätten zwar theoretisch auch zuvor bereits Anspruch auf tarifliche Vergütung, hätten diesen aber gegen den Widerstand der Betriebsleitung einzeln einklagen müssen - ein Verfahren, das die meisten Betroffenen abschreckt. Der Vergleich bringt den Gewerkschaftsmitgliedern nun monatlich 50 bis 250 Euro mehr und stellt sie gleichzeitig bei Urlaub, Urlaubsgeld und Sonderzahlung besser.

Von Verbesserungen profitieren alle!

Wie so oft haben allerdings auch die nicht organisierten Betroffenen etwas von dem, was die IG Metall mit ihren Betriebsräten und Mitgliedern erreicht hat. Die Betriebsleitung hob nach dem Vergleich die Vergütungen für alle Werkstudenten an. Gerade deswegen ist aber zu betonen, was auch der Betriebsratsvorsitzende abschließend bestätigt: "Erst durch die Unterstützung der gewerkschaftlich organisierten Werkstudenten konnten wir dieses Ergebnis erreichen." Wie man sieht: Mitmachen lohnt sich!

Die aktuelle "Schnittstelle" kann beim <link http: hochschulinformationsbuero.de _blank external-link-new-window>Hochschulinformationsbüro gegen Erstattung der Versandkosten bestellt werden. Als PDF kann man sie auf seinen Internet-Seiten oder direkt über nebenstehenden Link herunterladen.