Siemens Dialog
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22.02.2024, 02:02 Uhr

Mit Volldampf weiter

  • 21.11.2017
  • Operativ

Der Schwung des Widerstands hält in dieser Woche unvermindert an. Nach ersten mahnenden Worten aus dem Kanzleramt ist es nun in Berlin gelungen, das Thema Siemens auch in den Bundestag zu bringen.

Am Montag erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin, die Bundesregierung bedauere die Ankündigung von Siemens und erwarte, dass sich das Unternehmen "in sehr enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern" um faire Regelungen bemühe.

Am selben Tag rückten die Berliner Siemens-Beschäftigten im Gasturbinenwerk den allein hier drohenden Abbau von gut 300 Arbeitsplätzen in den Fokus, indem sie eine Menschenkette um den Betrieb bildeten. Mit dabei waren Beschäftigte etlicher anderer Betriebe sowie der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und andere Politiker.

Im Zusammenhang mit dieser Aktion entstand die Idee, das Thema "Abbau und Schließungen bei Siemens" auch in den Bundestag einzubringen. Auf Initiative der Berliner Abgeordneten Eva Högl und Swen Schulz (SPD) wurde es daher mittlerweile auf die Tagesordnung einer aktuellen Stunde im Deutschen Bundestag gesetzt.

Selbstverständlich werden Kolleginnen und Kollegen von Siemens die Diskussion von der Besuchertribüne des Bundestages aus verfolgen. Zuvor treffen sich um 13 Uhr die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles und der SPD-Vorsitzende Martin Schulz auf der Wiese vor dem Reichstag mit Siemens-Beschäftigten, um sich über die aktuelle Situation zu informieren.


» Wer nicht in Berlin ist, kann die aktuelle Stunde ab 13 Uhr 45 auf <link https: www.bundestag.de mediathek _blank bundestag.de>Kanal 1 des Parlamentsfernsehen im Internet verfolgen

» Hinweis auf die aktuelle Stunde auf <link http: www.bundestag.de>www.bundestag.de


In Erfurt ziehen Siemens-Beschäftigte gemeinsam mit etlichen Politiker_innen am Dienstag um 15 in einem Schweigemarsch vom Generatorenwerk in die Innenstadt. Dort findet auf dem Anger, dem zentralen Platz der Landeshauptstadt Thüringens, eine Abschlusskundgebung statt. Angemeldet haben sich unter anderem Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und Arbeitsministerin Heike Werner (Linke).