Siemens Dialog
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30.10.2020, 05:10 Uhr

Siemens-GBR und IG Metall Bayern fordern tragfähige Konzepte für PD-Sparte - Pläne der bayerischen Staatsregierung erstes positives Signal

  • 03.08.2016
  • Operativ

Der Gesamtbetriebsrat der Siemens AG und die IG Metall Bayern begrüßen das Vorhaben der bayerischen Staatsregierung, gemeinsam mit Siemens einen Gewerbepark in Ruhstorf anzusiedeln und darüber hinaus Unternehmen bei der Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen. Die Planungen sind ein erster positiver Schritt, bei Strukturänderungen alternative Beschäftigung in Deutschland zu schaffen.

Sie entsprechen den Forderungen, die Betriebsräte, IG Metall und Mitarbeiter auf den Kundgebungen und beim PD-Aktionstag am 20. Juli 2016 klar positioniert und adressiert hatten.

Damit ist jedoch die Frage des geplanten Personalabbaus und der angekündigten Verlagerungen in der Sparte Process Industries & Drives (PD) in Ruhstorf, Bad Neustadt und Nürnberg noch nicht geklärt. Die Pläne einer Restrukturierung und Verlagerung in diesem Bereich stellen erhebliche Einschnitte für die Beschäftigten dar. Hier gilt es, nach den wirtschaftlichen Beratungen in den anstehenden Verhandlungen tragfähige Konzepte vorzulegen, die Alternativen zu Stellenabbau und Verlagerungen bei Siemens bieten.

„Die Ansiedlung von Arbeitsplätzen in Ruhstorf ist ein erstes positives Signal, die Weichen für die Zukunft sind allerdings noch nicht endgültig gestellt. In den Verhandlungen werden wir ein Konzept zur Arbeitsplatzsicherung vorlegen. Das Unternehmen muss sich seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern in Ruhstorf, Bad Neustadt und Nürnberg bewusst werden, die weiterhin von Stellenabbau bedroht sind. Wir brauchen intelligentere Lösungen für Alternativen innerhalb Siemens, so Birgit Steinborn, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats und stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Siemens AG.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall in Bayern, bekräftigt in diesem Zusammenhang seine Aufforderung an den Siemens-Vorstand, die industrielle Substanz an den deutschen Standorten abzusichern: "Die technologischen Herausforderungen, die zum Beispiel mit der Digitalisierung verbunden sind, erfordern auch künftig eine enge Verbindung von Entwicklung und Produktion." Mit Blick auf die weiteren Verhandlungen fordert Wechsler deshalb vom Siemens-Management Konzepte für die betroffenen PD-Standorte in Bayern, die dies berücksichtigen. Einlassungen des bayerischen Wirtschaftsministeriums, wonach der Arbeitsplatzabbau in einem ursächlichen Zusammenhang mit den Lohnkosten stünden, wies Wechsler als unpassend zurück.

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