Siemens Dialog
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22.02.2024, 01:02 Uhr

Geschäftsjahr 2016: "historischer Erfolg"

  • 10.11.2016
  • Allgemein

Siemens hat bei Vorlage der Zahlen für 2016 am 10. November seine bereits angehobene Prognose nochmals übertroffen. Der Umsatz stieg im fünf Prozent, der Gewinn nach Steuern liegt bei 5,6 Milliarden Euro. Gleichzeitig wurden Börsenpläne für Siemens Healthcare angekündigt; IG Metall und Betriebsräte unterstreichen in diesem Zusammenhang die unveränderte Geltung aller Ansprüche der Beschäftigten.

Erfolg für "globales Team"

CEO Joe Kaeser bewertet das abgelaufene Geschäftsjahr als historischen Erfolg: "Das abgelaufene Geschäftsjahr war eines der stärksten in der Geschichte unseres Hauses, ohne Berücksichtigung von Beteiligungsverkäufen sogar das beste. Wir haben hart dafür gearbeitet und ich bin stolz auf das, was unser globales Team erreicht hat." Gleichzeitig kündigte er an, weiter an der Umsetzung seiner "Vision 2020" zu arbeiten, die Siemens noch stärker wachsen lassen soll.

Wie der Umsatz stieg auch der Auftragseingang um fünf Prozent auf damit 86,5 Milliarden Euro. Der in absoluten Zahlen um 1,8 Milliarden Euro gesunkene Gewinn dürfte niemanden beunruhigen - er begründet sich durch die damaligen Milliardenerlöse durch den Verkauf der Anteile an BSH und des Hörgerätegeschäfts.

Börsenpläne für Siemens Healthcare

Die IG Metall und der Gesamtbetriebsrat von Siemens Healthcare reagierten postwendend auf die nicht näher präzisierte Ankündigung, Siemens plane einen Börsengang für die seit Mai 2015 als eigenständige Tochter geführte Gesundheitssparte. Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens Healthcare GmbH, betonte: "Siemens hat bei der Ausgliederung der Medizintechnik eine umfangreiche Absicherung der Beschäftigten zugesagt. Jetzt erwarten wir, dass diese Zusagen auch im Fall gesellschaftsrechtlicher Änderungen ohne Abstriche eingehalten werden."

IG Metall und Betriebsräte hatten im Zuge der Ausgliederung unter anderem erreicht, dass die in der Siemens AG geltende Standort- und Beschäftigungssicherung Radolfzell II auch die Healthcare-Beschäftigten vor Standortschließungen und betriebsbedingten Kündigungen schützt. Eine weitere Vereinbarung betrifft die Rolle Siemens' bei gesellschaftsrechtlichen Änderungen, erklärte die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Dorothea Simon: "Siemens hat sich fest zur Bedeutung des Healthcare-Geschäfts als langfristigem Teil seines Kernportfolios bekannt. Einen schrittweisen Rückzug aus der Verantwortung, wie er in anderen ehemaligen Geschäftsbereichen geschehen ist, werden wir also nicht hinnehmen." Die HC-Betriebsräte beraten die Börsenpläne auf ihrer Betriebsräteversammlung, die ebenfalls am 10. November in Herzogenaurach stattfindet.