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22.01.2022, 15:01 Uhr

IG Metall fordert Aussetzen der Rente mit 67

  • 09.01.2012
  • Allgemein

Die IG Metall bekräftigt angesichts der erneut aufflammenden Diskussion um die Rente mit 67 ihre Ablehnung. Sie fordert in diesem Zusammenhang eine ehrliche Bilanz der Chancen älterer ArbeitnehmerInnen auf dem Arbeitsmarkt und die Aussetzung bis zur Vorlage aussagekräftiger Zahlen.

Ehrliche Bilanz gefordert

"Die Bundesregierung ist gefordert, eine ehrliche Bilanz der Chancen älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt auf den Tisch zu legen. Solange muss die Rente mit 67 ausgesetzt werden" - so fasste das geschäftsführende IG Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban die Haltung der IG Metall vergangene Woche zusammen.

Eine klare Aufforderung gab Urban in Richtung auf den bayerischen Ministerpräsidenten ab, der für den Fall mangelnder Beschäftigungsmöglichkeiten Älterer eine "breite öffentliche Debatte" angeregt und bekräftigt hatte, mit ihm sei "eine massenhafte Rentenkürzung nicht zu machen". Die IG Metall verlangt nun von Seehofer, es nicht bei Lippenbekenntnissen zu lassen: "Der bayerische Löwe Seehofer muss jetzt zeigen, dass er nicht nur brüllt, sondern auch handelt."

Verkappte Rentenkürzung ...

Die Gewerkschaften kritisieren an der Rente mit 67 seit langem, dass nur eine Minderheit der Beschäftigten es schon heute überhaupt gesund bis zur Rente schafft. Gleichzeitig sinken die Chancen auf eine reguläre Beschäftigung mit zunehmendem Alter immer stärker ab, so dass die Anhebung der Altersgrenze unter dem Strich auf eine faktische Rentenkürzung hinausläuft. Urbans Fazit zu dazu: "Wir brauchen altersgerechte Arbeitsplätze und neue Möglichkeiten für einen fairen Altersausstieg. Nur so kann verhindert werden, dass der demografische Wandel zur unzumutbaren sozialen und gesundheitlichen Belastung für die Beschäftigten wird." Kritik gibt es in diesem Zusammenhang auch an den Arbeitgebern: "Sie beklatschen die Verlängerung der Lebensarbeitszeit und leisten viel zu wenig um die Arbeitsbedingungen zu verbessern."

... statt realistischer Ausstiegskonzepte

Die IG Metall setzt sich statt dieser verkappten Kürzung für flexible Ausstiegsoptionen ein, die der individuellen Situation der Beschäftigten gerecht werden, also beispeilsweise ein abschlagsfreier Rentenzugang nach 45 Versicherungsjahren beziehungsweise nach 40 Versicherungsjahren ab dem 60. Lebensjahr, eine neue Altersteilzeit und verbesserter Zugang zur Erwerbsminderungsrente.

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