Siemens Dialog
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22.01.2022, 16:01 Uhr

Weiter Kritik in den Niederlassungen

  • 13.01.2012
  • Operativ

In der Niederlassung Bielefeld informierte der Betriebsrat die Beschäftigten vor einigen Wochen über den Stand der Tarifverhandlungen für die Region GER. Dabei stellte er die vorläufigen Stellungnahmen der Firmenleitung zu den Forderungen der Arbeitnehmerseite dar und kommentierte sie.

Wenig überzeugende Antworten

Der Bielefelder Betriebsratsvorsitzende Thomas Staude, auch Mitglied der Tarifkommission, bewertet es als "sehr geschickt" von der Firmenleitung, die guten Ergebnisse der LeE für 2011 abzuwarten und in die Berechnung mit einzubeziehen - die grundlegende Kritik an den Antworten wird dadurch allerdings nicht wirklich entkräftet.

Zahlenspiele zur LeE

Die Forderung nach Beseitigung der materiellen Diskrepanz zwischen LeE und tariflichem Urlaubs- beziehungsweise Weihnachtsgeld beispielweise beantwortet die Arbeitgeberseite mit einer Durchschnittsberechnung der vergangenen Jahre einschließlich 2011, was aus ihrer Sicht materiell vertretbare Zahlen ergeben habe. Dabei lässt sie allerdings gänzlich außer Acht, dass ein Großteil der Mitarbeiter schon 2003 auf Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichtet und bis 2006 keine LeE erhalten hat: "Nämlich die Bereiche, die 2003 in diverse GmbH ausgegliedert wurden. Der Zeitraum von 2003 - 2006 müsste bei solchen Überlegungen auf jeden Fall mit einbezogen werden, dann kommen dort ganz andere Zahlen heraus".

Der Forderung nach Ausbau der echten Qualifizierung wusste Siemens ebenfalls wenig entgegenzusetzen. Zwar liege die Qualifizierung im Schnitt aller Bereiche über 50 Stunden, hieß es, jedoch ergebe sich wegen der sehr ungleichen Verteilung immerhin für über die Hälfte der Beschäftigten ein weit unter 50 Stunden liegender Wert. Das knappe Gegenargument aus Bielefeld: "Hier reden wir von ca. 200.000 Stunden, die von KollegInnen eingebracht und nicht für Qualifizierung genutzt werden."

Mauer in den Regelungen

Die Übernahme der Regelungen zu Arbeitszeit und Qualifizierung für die Ost-Standorte schließlich (1.575 Stunden Jahresarbeitszeit und 50 Stunden Qualifizierung ohne 'Einarbeitungsregelung') lehnten die Arbeitgebervertreter schon aus grundsätzlichen Erwägungen heraus ab und würden lieber die Qualifizierungsregelung von 50 Stunden zusätzlich zur Jahresarbeitszeit von 1.672 anwenden. Auch dazu nimmt der Betriebsrat lakonisch-treffend Stellung: "Das lassen wir jetzt an dieser Stelle nach über 20 Jahren Deutsche Einheit einfach mal so stehen."

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