Siemens Dialog
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09.08.2022, 00:08 Uhr

SIS: The same procedure as every year

  • 25.03.2010
  • Konzern

- so könnte man in Anlehnung an einen beliebten Silvester-Sketch zusammenfassen, was Christian Öcking, kommissarischer CEO von Siemens IT Solutions and Services, am Mittwoch bei der SIS-Region Nordbayern 2 in Fürth vortrug. Seine Aussagen dazu, wie das Management die geplante Restrukturierung und vor allem die weitere Zukunft von SIS gestalten will, bestätigen die schlimmsten Befürchtungen.

„Wir machen das so wie vor vier Jahren“

Die angesichts der jüngsten Nachrichten zu SIS sehr gut besuchte Betriebsversammlung am 24. März dürfte kaum dazu beigetragen haben, die Sorgen der Beschäftigten zu zerstreuen. Im Gegenteil: Öcking nannte zwar respektable Ziele für die wirtschaftliche Zukunft von SIS, räumte aber im selben Atemzug ein, bislang gebe es keinen Weg zu ihrer Erreichung. Seine Aussagen darüber, wie es nun weitergeht, sind so simpel wie besorgniserregend: „Wir machen das so wie vor vier Jahren.“ Und auch warum das so ist, gab er offen zu: „Es fehlt die Vision“ - das ist den Beschäftigten in den vergangenen Monaten wohl auch schon aufgefallen.

Reflexartiger Griff zur Kostenbremse

Damit bestätigte Öcking, wohl ungewollt, auf ganzer Linie die seit langem von der Arbeitnehmerseite gestellte kritische Frage: Warum sollte eine Führungsmannschaft, die SIS in zahlreichen Anläufen über Jahre hinweg nicht markt- und wettbewerbsfähig machen konnte, dies in praktisch unveränderter Besetzung jetzt plötzlich schaffen? Dass mangels tragfähiger Konzepte wieder einmal ebenso reflexartig wie hilflos zum abgenutzten Instrument von Sparplänen und Verschlankungen auf Kosten der Beschäftigten gegriffen wird, kann angesichts dieses Dilemmas kaum verwundern.

Kann man nicht, oder will man nicht?

Siemens muss sich allmählich fragen lassen, ob man die - unbestritten schwierige - Situation der IT-Sparte nicht endlich verantwortungsbewusst und konsequent angehen will, oder ob man es nicht kann. Das SIS-Management jedenfalls ist offenbar nicht in der Lage, das Ruder herumzureißen und einen zukunftsfähigen Kurs einzuschlagen. Greift man nicht bald entschlossen ein, wird es am Ende gehen wie im eingangs erwähnten Sketch: Man taumelt stolpernd im Zickzack herum und verschüttet dabei das meiste von dem, was man in der Hand hält.

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